Wir haben den 8. November 2025. Ein Hauch von Herbst liegt in der Luft, das Rascheln des Laubs mischt sich mit den ersten Klängen der Jagdhörner – Hubertustag in Dietramszell. Ein besonderer Tag, der Jägerinnen und Jäger, Freunde der Jagd und der Natur in festlicher Tradition vereint.

Unter der Leitung von Dekan Neuberger findet die Hubertusmesse, feierlich begleitet von den Wolfratshauser Jagdhornbläsern, deren Hörner die Kirche mit ihrem warmen Klang erfüllen statt.
Es ist ein Moment der Besinnung, des Dankes und der Erinnerung an den heiligen Hubertus – Schutzpatron der Jäger und Symbol für Achtung, Maß und Verantwortung im Umgang mit der Schöpfung.


Die Wolfratshauser Jagdhornbläser.



Der Tag endet nicht in der Kirche:

Im Anschluss zieht die Gemeinschaft hinauf zum Gasthof Peiß, wo in Anwesenheit der Geistlichkeit der feierliche Jägerschlag bevorsteht. Dort warten bereits Heinz Repert und Stefan Rührgartner – bewaffnet mit Urkunden, Jagdmesser und einem breiten Lächeln – um den frischgebackenen Jägerinnen und Jägern den Schritt in die Waidgemeinschaft zu besiegeln.

Ein Abend, der Tradition, Stolz und Gemeinschaft vereint – so wie es sich für den Hubertustag gehört.


Dekan Thomas Neuberger


Die ehemaligen Jagdschüler haben sich inzwischen mit ihren Freunden und Angehörigen im Saal versammelt – voller gespannter Vorfreude auf den Moment, der ihren Weg zum Jäger abschließen wird.




Die einen sitzen mit mit klopfendem Herzen, die anderen mit gezückter Kamera. Die Vorfreude ist groß, und man spürt: Gleich passiert etwas Besonderes.



Die Spannung steigt, die Blasmusik spielt – es geht los.

















Die Spannung ist verflogen – nun darf gefeiert werden. In gelöster Stimmung sitzen die frischgebackenen Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit ihren Freunden, Angehörigen und vielen altgedienten Waidkameraden beisammen, die sich diese Veranstaltung Jahr für Jahr nicht entgehen lassen. Die Urkunden machen die Runde, es wird gratuliert, gelacht und angestoßen. Bei gutem Essen, einem kühlen Getränk und vielen Geschichten rund um die Jagd genießt man die fröhliche Atmosphäre und lässt den besonderen Tag stimmungsvoll ausklingen.




Zum Abschied hat sich unser Stefan – Jäger und 1. Gauschützenmeister – noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die ewige Jagd nach der Scheibe

Er stiftet eine Schützenscheibe, die ab sofort jedes Jahr unter den ehemaligen Jagdschülerinnen und Jagdschülern sowie den Jagdlehrern ausgeschossen wird. Wenn die Scheibe voll ist, muss der letzte Sieger eine neue stiften! Damit ist also sichergestellt, dass wir uns auch in Zukunft regelmäßig treffen – zum Schießen, Fachsimpeln, Lachen und natürlich, um alte Geschichten aus der Ausbildung wieder aufzuwärmen.

So wird aus einer Idee eine Tradition – und aus der Scheibe ein Stück gemeinsamer Jagdgeschichte (oder zumindest ein Grund, jedes Jahr wieder zusammenzukommen).

In diesem Sinne: Gut Schuss, Waidmannsheil – und möge der beste Jäger gewinnen!


Der Jagdkurs 2024/25:


Von links nach rechts:
Stefan Rührgartner (Leiter der Jagdschule), Marco Feierabend, Monika Abt-Tibbe, Christian Rosenau, Baumann Martin, Michael Repert, Patrizia Zeiler, Josef Winklmeier, Stefan Lantenhammer, Christian Winklmeier, Johann Pertold, Jonas Meier, Rupert Aigner, Heinz Repert (1. Vorstand der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen)


Zum Ende des Jagdkurses

Mit dem Bestehen der Jagdprüfung, dem Jägerschlag und der Übergabe der Ernennungsurkunden endet eine besondere Zeit – die Zeit des Lernens, des Wachsens und des Zusammenhalts.

Aus Kursteilnehmern sind nun Jägerinnen und Jäger geworden – aufgenommen auf Augenhöhe in den Kreis der Waidkameraden. Was bleibt, sind nicht nur die bestandene Prüfung und das ersehnte „Grüne Abitur“, sondern vor allem Erinnerungen, die bleiben:

Bilder von Ausbildungstagen im Moor, im Wald und im Gebirge – bei Sonne, Wind und Regen. Erinnerungen an Exkursionen, an unzählige Dienstag- und Donnerstagabende voller Theorie, an Wochenenden im Revier und auf dem Schießstand. Stunden voller Lernen, Fragen, Schweiß und auch Lachen.

All diese Momente haben geprägt und vorbereitet – auf das Jägerleben, das nun beginnt. Sie haben gezeigt, dass Jagd weit mehr ist als das Bestehen einer Prüfung: Sie ist Verantwortung, Respekt vor der Natur und gelebte Tradition.

Möge jeder von euch diesen Weg mit Achtung, Leidenschaft und Waidgerechtigkeit weitergehen – als Teil einer starken Gemeinschaft, verbunden durch das, was uns alle eint: die Liebe zur Natur und zur Jagd.

Waidmannsheil!

Impressionen