

Nur so ist gewährleistet, dass unnötiges Tierleid vermieden wird, dem Tierschutz und der Waidgerechtigkeit genüge getan und keine Gefährdung Dritter beim jagdlichen Umgang mit der Waffe besteht. Die öffentliche Sicherheit ist neben dem Tierwohl ein essentielles Gut.
Das jagdliche Schießen und insbesondere das regelmäßige Üben gehören nicht nur zum Kern des Vereinslebens unserer Kreisgruppen und Jägervereine im BJV, sondern sind oft Höhepunkte im Jahresprogramm. Die BJV-Kreisgruppe Wolfratshausen hat vor ein paar Jahren ihr Kreisgruppenschießen mit Hilfe des Referats Schießwesen und des BJV-Schießausschusses neu aufgesetzt und eine spannende und gelungene Veranstaltung für ihre Mitglieder entwickelt.


„Jeder Jäger ist für seinen Schuss verantwortlich.“ Gut abkommen sowie sicher und präzise treffen sind wichtige Grundlagen für die waidgerechte Jagd und gehören zum jagdlichen Handwerk. Unser jährliches Kreisgruppenschießen in gemütlichem Rahmen soll anregen, regelmäßig zu trainieren und die eigene Schießfertigkeit zu verbessern sowie die Möglichkeit bieten, dies im Wettkampf mit einem guten Ergebnis unter Beweis zu stellen. Sach und Ehrenpreise auf hohem Niveau sowie die Dokumentation durch das BJV-Schiessübungsheft und die BJV-Schiessübungsnadeln bringen Freude und belohnen den vorbildlichen Schützen.

Jedes Jahr werden die unterschiedlichen Disziplinen meist neu ausgestaltet. Die Referenten für das Schießwesen Markus Morell (Referent für das Schießwesen) und Andy Geyer (Stellv.-Referent für das Schießwesen) haben mit ihren engagierten Helfern bereits weit im Vorfeld alle Hände voll zu tun. Die umfangreichen Vorbereitungen beginnen etwa sechs Monate vor der Veranstaltung. Termine müssen gefunden, die Disziplinen erarbeitet und ein reibungsloser Ablauf organisiert werden. Die Scheibe hat eine besondere Schlüsselrolle. Aus ihr leitet sich der komplette Wettbewerb ab, weil damit verschiedene Wertungen unter Berücksichtigung der Möglichkeiten am Stand Achenkirch vereint werden müssen. Beispielsweise sollten die BJVGams- und -Büchsennadel in einem Durchgang ausgeschossen werden.
Steht die Organisation, gilt es, die Einladung mit Ausschreibung, Anmeldung und Anfahrtsplan aufzusetzen, zu gestalten und per E-Mail zu versenden. Eine schriftliche Einladung ist einerseits notwendig, um auch wirklich alle Mitglieder zu erreichen und andererseits die gesetzlichen Anforderungen zum grenzüberschreitenden Verbringen von Schusswaffen nach Tirol zu legitimieren. Eine zentrale Aufgabe fällt der Auswertung des Schießens zu. Diese ist der Garant für eine reibungslose Durchführung. Die Erfassung und Auswertung erfolgen mittels eigens programmierter Auswertungs-Software. Verantwortlich für diesen anspruchsvollen Teil der Veranstaltung sind Andy Geyer und Wolfgang Jähnig.
Ein weiterer wichtiger und gleichzeitig sehr aufwendiger Punkt ist die Beschaffung der Preise. Hochwertige und angemessene Preise verschaffen dem Kreisgruppenschießen zusätzliche Attraktivität. Diese müssen also zunächst in den eigenen Reihen und bei Firmen akquiriert werden. Es gelingt uns jedes Jahr mit Hilfe unserer Vereinskameraden, wertvolle Preise vergeben zu können.
Danke für das große und unverminderte Engagement an alle Beteiligten seit der ersten Durchführung im Jahr 2016.

Der Tag beginnt früh für das Organisatoren-Team. Nach Einweisung, Kontrolle und Abnahme des Standes werden die Vorbereitungen für die ankommenden Schützen getroffen. Die Teilnehmer werden bei der Anmeldung mittels EDV erfasst, Jagdscheine werden kontrolliert, und das BJV-Schiessübungsheft wird ausgehändigt. Die personalisierten Scheiben werden vorbereitet – mit Zuordnung des Schützen zum jeweiligen Lot sowie der Standnummer. Nachdem die Schützen die Stände bezogen haben, werden sie in den Ablauf eingewiesen. Nach dem Durchgang werden die Ergebnisse sofort geheim ausgewertet und in das Schießbuch eingetragen. Von Beginn an meistert diese Aufgaben das eingespielte Team aus Andy Geyer, Wolfgang Jähnig und Jürgen Treske. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz.
Genauso wichtig wie der Leistungsgedanke war dem Organisationsteam der Aspekt der Geselligkeit und des Miteinanders. „Das Kreisgruppenschießen ist eine Veranstaltung für alle Mitglieder“. „Wir haben die Regeln und Anforderungen so angelegt, dass wirklich jeder mitmachen kann. Herausgekommen ist ein Fest für Blattljaga und Freunde des geselligen Beisammenseins, das zugleich den Anforderungen der BJV-Schiessübungsnachweise in jeder Hinsicht nachkommt.“ Dies bestätigt Markus Morell: „Uns war besonders wichtig, dass am Ende des Tages möglichst jeder mit einer Trophäe nach Hause gehen kann.“

In den Jahren 2020 und 2021 musste die Veranstaltung leider
pandemiebedingt ausgesetzt werden.


Die Jubiläumsscheibe –
eine besondere Geschichte aus der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen
Für die Jagdkreisgruppe Wolfratshausen stand das Jahr 2025 ganz im Zeichen eines großen Jubiläums: 90 Jahre Jagdkreisgruppe.
Schnell war klar, dass auch das traditionelle Kreisgruppenschießen am Achensee dieses Jubiläum widerspiegeln sollte. Die Schießmannschaft wünschte sich daher einen besonderen Preis – eine Schützenscheibe, die nicht im Wohnzimmer eines Siegers verschwinden würde, sondern sichtbar und dauerhaft an das Jubiläum erinnert.
Die Anforderungen waren hoch: Sie sollte alle Hegegemeinschaften der Jagdkreisgruppe abbilden, einen landschaftlich markanten Ort zeigen, mit dem sich jeder identifizieren kann, selbstverständlich ein jagdliches Motiv enthalten und – als besonderes Zeichen der Wertschätzung – alle teilnehmenden Schützen namentlich verewigen.
Schon die Planung zeigte, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Der Vorstand und die Schießreferenten trafen sich zu einer intensiven Arbeitssitzung, um die ersten Entwürfe zu begutachten. Max Plötz hatte mehrere Gestaltungsideen vorbereitet – jede mit eigenem Charakter und eigener Aussagekraft.
Die Gespräche waren lebhaft: Vorschläge wurden eingebracht, verworfen, verbessert. Am Ende stand ein stimmiger, gemeinschaftlich erarbeiteter Plan, der den Grundstein für die spätere Jubiläumsscheibe und Veranstaltung legte. Man spürte bereits in dieser Phase: Hier entsteht etwas Besonderes.
Der Schießtag am Achensee wurde zu einem echten Höhepunkt. 47 Teilnehmer stellten sich den anspruchsvollen Disziplinen – darunter die Ehrengäste Wolfgang Morlang und Sepp Brunner.
Bei der 100-Meter-Vereinsmeisterschaft auf die DJV-Rehbockscheibe zeigten die Schützinnen und Schützen, was in ihnen steckt. Nur zwei Teilnehmer verfehlten knapp die begehrte Büchsennadel.
Die besten Plätze belegten: 1. Hans Lieb, 2. Sven Techel, 3. Ernst Gerg.
Für Spannung sorgte die Disziplin „Dänische Rehbock Organscheibe“ auf 200-Meter, eine Distanz die Mangels vorhandener Schießanlagen, die nur selten trainiert werden kann. Trotz tückischem Wind trafen 75 % der Schützen sicher und erwarben den Treffsicherheits-Nachweis. Leonhard Müller, Johanna Falter und Johann Fagner führten am Ende die Siegerlisten an.
Die feierliche Preisvergabe fand umrahmt von den Jagdhornbläsern im Gasthaus Hansch statt.
Die Gewinner nahmen strahlend ihre Preise entgegen – großzügig unterstützt von:
– Forstbetrieb Bad Tölz
– Sven Techel, Waffen-Techel, Geretsried
– Markus Morell, GRAVEUR MORELL, München
– BJV Service GmbH
– FlunaTec & Research Österreich
– Frankonia
– Peter Pelz
Die Ehrenscheibe, gestaltet von Max Plötz, lag zu diesem Zeitpunkt nur als Entwurf vor – der Zeitplan war einfach zu knapp gewesen, um sie vor dem Schießtag fertigzustellen.
Nachdem der erste Druck verflogen war, konnte sich die Organisation in Ruhe der Fertigstellung widmen. Die Holzgrundplatte der Ehrenscheibe wurde von Albert Bernlochner gestiftet und die Holzgrundplatte der Ehrentafel von der Schreinerei Manfred Seidl gefertigt und gestiftet. Die künstlerische Umsetzung in Öl übernahm Zenzi Bromberger, die das Motiv mit großem Talent und viel Gefühl zum Leben erweckte. Markus Morell fertigte und stiftete die Messing-Ehrentafel und die in Messing gearbeiteten Gemeindewappen.
Schließlich wurde die Scheibe so fertig, wie sie geplant war – als ein Stück der Wolfratshauser Jagdkreisgruppen-Geschichte. Im Rahmen des monatlichen Jungjäger-Stammtisches aus unserem Jagdkurs im Dezember 2025 erhielt die Jubiläumsscheibe ihren Ehrenplatz im Gasthaus Hansch – umgeben von vielen Teilnehmern, die sich freuten, das Werk erstmals zu sehen.
Da jedoch nicht alle Jagdfreunde an diesem Abend teilnehmen konnten, wird eine weitere Einladung folgen. Wir werden uns zur offiziellen Einweihung nochmal gemeinsam zu einem gemütlichen Jägerabend im Gasthaus Hansch treffen, einem Abend voller Geschichten, Humor und der gemeinsamen Leidenschaft für Jagd und Schießwesen – so, wie es Tradition, Gemeinschaft und Freundschaft verdienen.
Der genaue Termin wird rechtzeitig im Jahresprogramm auf der Website bekanntgegeben.

als dauerhafte Erinnerung an die Wolfratshausener Kreisgruppe.




Präzises und sicheres Schießen gehört zu den grundlegenden Fähigkeiten jeder Jägerin und jedes Jägers. Die Schießmannschaft der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen widmet sich genau diesem Anspruch: regelmäßige Ausbildung, kontinuierliche Verbesserung und verantwortungsbewusster Umgang mit der Waffe.
Gute Schießfertigkeit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Jeder Schuss, der in der Praxis abgegeben wird, muss sitzen – aus Respekt vor dem Wild und zum Schutz aller Beteiligten. Das regelmäßige Training verbessert nicht nur die Treffsicherheit, sondern stärkt auch Routine und Ruhe im Umgang mit der Waffe.

















