
Am Freitag, den 28. Februar 2026, fand im Gasthaus Oberhauser in Egling die Jahreshauptversammlung der Jagdkreisgruppe Wolfratshausen statt. Zahlreiche Mitglieder, Ehrengäste und Vertreter befreundeter Organisationen waren der Einladung gefolgt.
Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete ein feierlicher Auftritt der Jagdhornbläser den Abend und verlieh der Veranstaltung einen würdigen, traditionsbewussten Rahmen.


Der Erste Vorsitzende Heinz Repert begrüßte die anwesenden Jägerinnen und Jäger sowie die Ehrengäste herzlich. Er stellte fest, dass die Einladung satzungsgemäß sowohl schriftlich als auch über die Tagespresse erfolgt war, womit die ordnungsgemäße Durchführung der Versammlung bestätigt wurde.

Im Anschluss bat er die Anwesenden zur Totenehrung. In stillem Gedenken wurde der seit der letzten Versammlung im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder namentlich gedacht. Die Jagdhornbläser begleiteten diesen Moment mit einem ehrwürdigen Signal und unterstrichen damit die Verbundenheit der Kreisgruppe mit ihren verstorbenen Kameraden.


Noch vor dem Jahresrückblick informierte der Vorsitzende über eine zukunftsweisende Anschaffung: Mit Eigenmitteln der Kreisgruppe sowie unter Inanspruchnahme von Fördergeldern wurde eine Drohne zur Kitzrettung beschafft. Damit setzt die Jagdkreisgruppe ein klares Zeichen für gelebten Tierschutz und verantwortungsbewusste Jagdausübung.
Ein Mitglied hat bereits die erforderliche Drohnenlizenz erworben, ein weiteres befindet sich derzeit in Ausbildung. Ziel ist es, während der sensiblen Mähzeiten flexibel reagieren und sich bei Einsätzen abwechseln zu können. Repert wies jedoch darauf hin, dass sich die organisatorischen Abläufe zunächst einspielen müssten.
Gerade während kurzer Schönwetterphasen mähen viele Landwirte gleichzeitig. Daher gilt bei der Terminvergabe für Drohneneinsätze zunächst das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Auch hier sei Geduld gefragt, bis sich praktikable Routinen etabliert haben.

Das vergangene Jahr stand im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 90 Jahre Jagdkreisgruppe Wolfratshausen. Geplant war unter anderem ein gemeinsamer Busausflug mit Donaufahrt und Übernachtung in Melk. Aufgrund geringer Anmeldezahlen musste die offizielle Fahrt jedoch abgesagt werden. Da die Unterkunft nicht vollständig kostenfrei stornierbar war, entschloss sich eine kleinere Gruppe, die Reise auf eigene Kosten dennoch anzutreten. Die Teilnehmer erlebten eine stimmungsvolle Donaufahrt sowie einen geselligen Abend bei einem traditionellen Heurigen – ein kleiner, aber gelungener Jubiläumsbeitrag.
Eine weitere Veranstaltung war der sogenannte „Jagerhoagart“. Zwar erfreute sich der Abend guten Besuchs, doch zeigte sich, dass das Publikum überwiegend aus Volksmusikliebhabern bestand und weniger aus Mitgliedern der Kreisgruppe. Da Organisation und Durchführung mit erheblichem Aufwand verbunden sind und die Veranstaltungen in erster Linie den eigenen Mitgliedern zugutekommen sollen, wurde beschlossen, den Hoagart im laufenden Jahr nicht fortzuführen.
Kurz ging der Vorsitzende auch auf das Kreisgruppenschießen am Achensee ein, das sportlich wie kameradschaftlich ein voller Erfolg gewesen sei. Den Jahresabschluss bildeten die feierliche Hubertusmesse in Dietramszell sowie der anschließende Jägerschlag im Gasthof Peiss – traditionsreiche Höhepunkte im jagdlichen Kalender.


Mit Blick auf die Gegenwart wies Repert auf die bevorstehende Hegeschau hin, die am darauffolgenden Samstag im Saal des Holzwirts in Ascholding stattfinden wird. Er rief zur zahlreichen Teilnahme auf und unterstrich die Bedeutung dieser Veranstaltung für Transparenz, Austausch und fachliche Diskussion.

Im Bereich der Hundeausbildung sprach der Vorsitzende seinen ausdrücklichen Dank an Rosi Schmotz für ihren unermüdlichen Einsatz aus. Ihr Engagement sei für die jagdliche Praxis und die Ausbildung brauchbarer Jagdhunde von unschätzbarem Wert.
Auch im Schießwesen funktioniere die Zusammenarbeit hervorragend. Hier dankte Repert insbesondere den Königlich Privilegierten Feuerschützen in Wolfratshausen für die konstruktive Kooperation. Im Rahmen geplanter Modernisierungen ist eine Überdachung des Schießstandes vorgesehen, wofür ein Kostenzuschuss des Bayerischen Jagdverbands beantragt wurde. Ziel ist es, die Anlage künftig ohne zusätzliche Lärmbelastung für Anwohner effizienter nutzen zu können.
Parallel dazu ist eine umfassende Erneuerung und Erweiterung des Schießstandes in Unterdill geplant. Die Anlage soll auf 100- und 300-Meter-Distanzen sowie im Schrotschießen modernisiert und ausgebaut werden. Für dieses Vorhaben stehen staatliche Fördermittel in Höhe von 7,5 bis 8 Millionen Euro in Aussicht.

Im weiteren Verlauf sprach Repert aktuelle jagdpolitische Fragestellungen an. Auf der Messe „Hohe Jagd“ in Salzburg kam es zu einer Begegnung am Stand der Kreisgruppe Berchtesgaden. Deren Vorsitzender Hans Berger konnte dort mit Michaela Kaniber und Hubert Aiwanger zwei prominente Gäste begrüßen. Diese Gespräche zeigten, dass jagdpolitische Themen zunehmend auch auf politischer Ebene diskutiert werden.
Besonderes Augenmerk richtete der Vorsitzende auf die geplante Novellierung des Jagdgesetzes. Offene Fragen betreffen unter anderem den Reh-Abschussplan sowie die mögliche Vorverlegung des Abschussbeginns auf den 16. April – einen Zeitpunkt, zu dem viele Böcke ihr Geweih noch im Bast tragen. Kritisch stellte Repert die Frage nach den Auswirkungen auf Hege und Pflege, insbesondere wenn Abschüsse zeitlich immer weiter hinausgeschoben oder Regelungen missbräuchlich interpretiert würden.
Er betonte, dass sich die Wälder in der Region größtenteils positiv entwickeln. Eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern – also jenen, denen der Wald tatsächlich gehört – sei dabei von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig äußerte er die Sorge, dass staatliche Stellen und Forstverwaltungen mitunter eine einseitige Linie verfolgen könnten.
Weitere Themen waren der Umgang mit dem Biber im Rahmen des Naturschutzes sowie die zunehmende Beeinträchtigung der Jagd durch Windkraftanlagen. Wildtiere würden durch die Anlagen teilweise vergrämt, was langfristig Auswirkungen auf Lebensräume und Bejagungsmöglichkeiten haben könne.

Abschließend betonte Repert, dass Jagd weit mehr sei als ein Hobby. Sie sei eine zeitintensive Verpflichtung, die Verantwortungsbewusstsein und kontinuierliche Hege erfordere. Modelle der Eigenbewirtschaftung funktionierten nur bedingt und meist nicht dauerhaft, wenn es an engagierten und verantwortungsvollen Jägern fehle. Ohne deren Einsatz würden weder Pflege- noch Kontrollaufgaben erfüllt, noch sei gewährleistet, dass verunfalltes Wild zeitnah von Straßen entfernt werde.
Mit diesen nachdenklichen Worten schloss der Erste Vorsitzende seine Einleitung. Die Jagdhornbläser bliesen vor dem nächsten Tagesordnungspunkt..


Im Anschluss an die einleitenden Worte des Vorsitzenden trat Paul Becker ans Rednerpult, um den Tätigkeitsbericht der Jagdhornbläser vorzutragen. Mit sichtbarem Stolz blickte er auf ein besonderes Jahr zurück: Die Bläsergruppe feierte ihr zehnjähriges Bestehen – ein Jubiläum, das nicht nur musikalisch, sondern auch kameradschaftlich gebührend gewürdigt wurde.
Im Zeichen dieses Jubiläums standen mehrere gemeinsame Aktionen mit Diana Mendl von der Kreisgruppe München-Land. Ein Höhepunkt war die offizielle Jubiläumsveranstaltung im Gasthaus Hansch in Feldkirchen, an der auch befreundete Bläser aus Rheinland-Pfalz teilnahmen. Die Feierlichkeiten waren geprägt von musikalischem Austausch, herzlicher Verbundenheit und lebendiger Jagdtradition.
Bereits im Vorfeld des Festabends unternahmen die Gastgeber gemeinsam mit ihren Gästen einen Ausflug an den idyllischen Kochelsee. Mit einem eigens für die Bläsergruppe gecharterten Motorschiff ging es ab der Anlegestelle in Kochel auf eine zweistündige Rundfahrt. Die Fahrt bot nicht nur eindrucksvolle Naturerlebnisse, sondern auch Gelegenheit zu musikalischen Darbietungen in einzigartiger Kulisse.
Darüber hinaus begleiteten die Jagdhornbläser zahlreiche Veranstaltungen im Jahresverlauf. Sie umrahmten unter anderem die Gebrauchshundeprüfung, traten auf dem Weihnachtsmarkt auf und gestalteten zusammen mit den Bläsern der Kreisgruppe München-Land erstmals eine gemeinsam ausgerichtete Hubertusfeier.
Diese fand am Freitag, den 7. November 2025, in der Kapelle Lumen Christi am Gautinger Weg in Baierbrunn statt. Die feierliche Messe wurde von Pfarrer Stefan Scheifele zelebriert und von den Jagdhornklängen würdevoll begleitet. Im Anschluss versammelten sich die Gäste zu einer festlichen Feier im Klosterbräustüberl Schäftlarn, wo der Abend in stilvollem Rahmen ausklang.
Neben diesen größeren Veranstaltungen standen die Bläser selbstverständlich auch bei zahlreichen persönlichen Anlässen bereit. Ob runde Geburtstage oder Beerdigungen – ihre musikalische Begleitung verlieh den jeweiligen Momenten eine besondere Würde und unterstrich den engen Zusammenhalt innerhalb der Jägerschaft.
Mit herzlichem Applaus dankte die Versammlung Paul Becker und der gesamten Bläsergruppe für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz.


Im Anschluss übergab Paul Becker das Wort an Stefan Rührgartner, den Schatzmeister der Kreisgruppe. Mit ruhiger Souveränität und beeindruckender Präzision stellte er den Kassenbericht vor. Detailliert erläuterte er die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Geschäftsjahres sowie die Entwicklung des Vereinsvermögens
Transparenz und Nachvollziehbarkeit standen dabei im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Jede einzelne Position wurde klar benannt und verständlich erklärt. Es wurde deutlich, welch verantwortungsvolles und arbeitsintensives Amt der Schatzmeister innehat – und wie wertvoll es für einen Verein ist, ein Mitglied mit solch ausgeprägter Akribie und Verlässlichkeit in seinen Reihen zu wissen.
Nach der Berichterstattung bestätigten die Kassenprüfer die ordnungsgemäße Buchführung ohne Beanstandungen. Im Anschluss wurde der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet; lediglich der Schatzmeister und der Erste Vorsitzende enthielten sich satzungsgemäß ihrer Stimme.


Als nächster Redner trat Markus Morell ans Pult, um über die Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich des Schießwesens zu berichten.
Markus Morell eröffnete seinen Bericht mit einem ausführlichen Rückblick auf das Kreisgruppenschießen am Achensee, das im vergangenen Jahr erneut einen sportlichen Höhepunkt im Vereinskalender darstellte. In seinen Ausführungen hob er insbesondere das hohe Leistungsniveau der teilnehmenden Jäger hervor.
Die Ergebnisse auf den Distanzen von 100 und 200 Metern seien durchweg außerordentlich gut ausgefallen. Nahezu alle Teilnehmer konnten den geforderten Treffsicherheitsnachweis erbringen – ein eindrucksvoller Beleg für die Disziplin, das Verantwortungsbewusstsein und die regelmäßige Übungspraxis innerhalb der Kreisgruppe. Morell betonte, dass ein solches Niveau keineswegs selbstverständlich sei, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Trainingsarbeit und ernsthafter Auseinandersetzung mit dem jagdlichen Schießen darstelle.
Sein ausdrücklicher Dank galt in diesem Zusammenhang auch den zahlreichen Sponsoren, die das Kreisgruppenschießen mit Jagd- und Sachpreisen unterstützten. Ohne diese großzügige Förderung, so Morell, wäre eine Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich.

Ein besonderer Moment seines Berichts war die Würdigung der anlässlich des letzten Kreisgruppenschießens gefertigten Schützenscheibe. Diese habe im Gasthaus Hansch einen würdigen Ehrenplatz im Gastraum erhalten – ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Jägerschaft und örtlicher Gastronomie.
Morell nutzte die Gelegenheit, allen Mitwirkenden namentlich zu danken, die zur Entstehung dieses Gemeinschaftswerks beigetragen hatten:
- Die Holzgrundplatte der Ehrenscheibe wurde von Albert Bernlochner gestiftet.
- Die Bearbeitung und Fertigung der Holzgrundplatte stiftete die Schreinerei Manfred Seidl.
- Für die gestalterische Konzeption zeichnete Max Plötz verantwortlich.
- Die künstlerische Umsetzung in Öl übernahm Zenzi Bromberger, die das Motiv mit großem Talent und feinem Gespür zum Leben erweckte.
- Die Messing-Ehrentafel sowie die kunstvoll gearbeiteten Gemeindewappen fertigte und stiftete Markus Morell selbst.
Besonders hervorzuheben ist, dass sämtliche Teilnehmer des Schießens auf einer Messingplatte verewigt sind, die unterhalb der Scheibe angebracht wurde. Damit bleibt die Veranstaltung nicht nur in Erinnerung, sondern ist auch dauerhaft dokumentiert.
Abschließend lud Morell die Anwesenden ausdrücklich ein, die Schützenscheibe im Gasthaus Hansch persönlich in Augenschein zu nehmen.
Mit Applaus dankte die Versammlung Markus Morell für seinen engagierten und ausführlichen Bericht.

Im Anschluss übergab er das Wort wieder an den Ersten Vorsitzenden Heinz Repert. Nach einer kurzen Vorschau auf die geplanten Veranstaltungen des Jahres 2026 leitete dieser zum nächsten Tagesordnungspunkt über.


Der Erste Vorsitzende Heinz Repert betonte eingangs, dass eine starke Gemeinschaft nicht allein durch Veranstaltungen und Aktivitäten getragen werde, sondern vor allem durch die Menschen, die ihr über Jahrzehnte hinweg die Treue halten. Beständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Weitergabe jagdlicher Werte an die nächste Generation seien das Fundament einer funktionierenden Kreisgruppe.
Im Anschluss wurden die zu ehrenden Mitglieder gemeinsam vom ersten Vorsitzenden Heinz Repert und dem zweiten Vorsitzenden Robert Schwarz einzeln aufgerufen und unter dem Applaus der Versammlung nach vorne gebeten.
Die Auszeichnungen erfolgten gestaffelt nach der Dauer der Mitgliedschaft.


| Herr Tobias Feichtmair |
| Frau Barbara Fuchs |
| Christian Gloning |
| Wolfgang Jähnig |
| Herr Valentin Loipolder |
| Herr Klaus Traudisch |
Mit einem Vierteljahrhundert Vereinszugehörigkeit dokumentieren diese Mitglieder
ihre nachhaltige Verbundenheit zur Jagd und zur Kreisgruppe.

| Herr Johann Fagner |
| Herr Markus Feigl |
| Herr Balthasar Fischhaber |
| Herr Josef Gröbmair |
| HerrJosef Lautenbacher |
| Herr Klaus Raesfeld |
Vier Jahrzehnte aktiver Zugehörigkeit zeugen von außergewöhnlicher Beständigkeit und persönlichem Engagement für jagdliche Tradition und Hege.
Im Rahmen der Ehrungen richtete der Erste Vorsitzende den Blick auf jene Mitglieder, deren jahrzehntelange Treue zur Jagdkreisgruppe weit über das Übliche hinausgeht. Mit spürbarer Hochachtung betonte er, dass bereits eine 25- oder 40-jährige Zugehörigkeit großen Respekt verdiene – doch die an diesem Abend zu würdigenden Jubiläen bewegten sich in einer Dimension, die nahezu ehrfürchtig stimme.

| Herr Hubert Büchl |
| Frau Astrid Buschhausen |
| Herr Leonhard Müller |
| Herr Andreas Spindler |
| Herr Rudolf Ziesler |
| Herr Wolfgang Zwickenpflug |
Ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft bedeutet fünf Jahrzehnte aktiver Verbundenheit mit der Jagd und der Kreisgruppe. Wer 50 Jahre lang Teil einer Gemeinschaft bleibt, hat Generationenwechsel erlebt, jagdpolitische Entwicklungen begleitet und die Werte von Hege, Waidgerechtigkeit und Kameradschaft kontinuierlich mitgetragen.
Der Vorsitzende unterstrich, dass ein solches Jubiläum nicht nur eine Zahl sei, sondern Ausdruck eines Lebensweges, der eng mit Natur, Verantwortung und jagdlicher Tradition verwoben ist.

| Michael Bromberger |
Noch außergewöhnlicher erscheint eine 60-jährige Mitgliedschaft. Sechs Jahrzehnte bedeuten, dass ein Mitglied den Verein über einen Zeitraum begleitet hat, der ganze gesellschaftliche Epochen umfasst.
In diesen Jahren wurden Strukturen verändert, Gesetze angepasst, Generationen von Jägerinnen und Jägern ausgebildet. Wer so lange Teil der Kreisgruppe ist, steht für Kontinuität und Verlässlichkeit – für ein Fundament, auf dem die Gemeinschaft aufbauen kann.

| Herr Valentin Brunner |
Mit besonderer Anerkennung wurde ein Mitglied gewürdigt, das auf 65 Jahre Zugehörigkeit zurückblicken kann. Der Vorsitzende sprach von einer kaum vorstellbaren Zeitspanne.
65 Jahre bedeuten, nahezu ein gesamtes Erwachsenenleben im Zeichen der Jagd verbracht zu haben. Es ist eine Treue, die weit über das Alltägliche hinausgeht – ein beeindruckendes Zeugnis von Beständigkeit und innerer Überzeugung.

| Herr Balthasar Andrä |
Den Höhepunkt der Ehrungen bildete schließlich ein Jubiläum, das selbst in der langen Geschichte der Kreisgruppe eine absolute Ausnahme darstellt: 70 Jahre Mitgliedschaft.
Sieben Jahrzehnte – das entspricht einer Lebensleistung von historischer Dimension. Wer 70 Jahre Teil einer jagdlichen Gemeinschaft bleibt, ist nicht nur Zeitzeuge, sondern lebendige Vereinsgeschichte. Der Vorsitzende betonte, dass eine solche Verbundenheit kaum in Worte zu fassen sei. Sie stehe für Erfahrung, Weisheit und eine tiefe Verwurzelung im jagdlichen Brauchtum.


Als letzter unter den Geehrten wurde Stefan Rührgartner nach vorne gebeten. Seine ursprünglich anstehende Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erschien beinahe nebensächlich – denn tatsächlich blickt er inzwischen bereits auf rund drei Jahrzehnte Zugehörigkeit zur Jagdkreisgruppe zurück.
Der Erste Vorsitzende Heinz Repert nahm dies zum Anlass, nicht nur die Dauer der Mitgliedschaft hervorzuheben, sondern vor allem die außerordentlichen Verdienste, die Stefan Rührgartner in diesen Jahren erworben hat.
Als Schatzmeister trägt er seit vielen Jahren eine zentrale Verantwortung für die finanziellen Belange der Kreisgruppe. Mit großer Sorgfalt, Präzision und Verlässlichkeit führt er die Kasse und schafft damit die Grundlage für die Handlungsfähigkeit des Vereins. Seine Arbeit erfolgt meist im Hintergrund – und ist doch von unschätzbarem Wert.
Darüber hinaus war er über lange Zeit hinweg Leiter der Jagdschule der Kreisgruppe. In dieser Funktion hat er Generationen angehender Jägerinnen und Jäger auf ihrem Weg begleitet, Wissen vermittelt und jagdliche Werte weitergegeben. Mit großem persönlichen Einsatz und fachlicher Kompetenz prägte er die Ausbildung nachhaltig.
Im laufenden Jahr hat Stefan Rührgartner – nicht zuletzt aufgrund seiner zahlreichen Funktionen in verschiedenen Vereinen und Organisationen – die Leitung der Jagdschule in andere Hände übergeben. Neuer Schulleiter ist Sebastian Wunderl, der bereits seit vielen Jahren als engagierter Lehrer in der Jagdschule tätig ist und somit für Kontinuität in bewährter Qualität steht.
Repert würdigte diesen Schritt als verantwortungsbewusste Entscheidung und dankte Rührgartner ausdrücklich für seinen jahrzehntelangen Einsatz. Als Zeichen der Anerkennung lud er ihn zu einem gemeinsamen Jagdausflug nach Osttirol ein – eine Geste, die nicht nur Dankbarkeit, sondern auch kameradschaftliche Verbundenheit zum Ausdruck brachte.
Der Applaus der Versammlung machte deutlich, wie sehr Stefan Rührgartner geschätzt wird. Auch wenn er die Leitung der Jagdschule abgegeben hat, bleibt er der Kreisgruppe sowohl als Schatzmeister als auch als engagierter Lehrer weiterhin erhalten – zur Freude aller Mitglieder.

Diese Ehrungen machten eindrucksvoll deutlich: Die Stärke der Jagdkreisgruppe liegt nicht allein in ihren Veranstaltungen oder Projekten, sondern vor allem in Menschen, die ihr über Jahrzehnte hinweg die Treue halten und ihre Werte lebendig bewahren.
Je nach Ehrungsstufe erhielten die Ausgezeichneten Ehrennadeln, Urkunden sowie langanhaltenden Applaus der anwesenden Mitglieder. In persönlichen Worten würdigte der Vorsitzende die individuellen Verdienste und hob hervor, dass jede einzelne Ehrung Ausdruck des Dankes und der Anerkennung der gesamten Kreisgruppe sei.


Zum Abschluss der Versammlung wurde der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes, Wünsche und Anträge“ aufgerufen. Hier bot sich den Mitgliedern die Gelegenheit, Anliegen vorzubringen und Hinweise für das zukünftige Miteinander zu geben.
Ein Mitglied ergriff das Wort und sprach einen Punkt an, der im Sinne der Gemeinschaft und der gegenseitigen Rücksichtnahme von Bedeutung ist. Ihm war aufgefallen, dass in der hierfür vorgesehenen Gefriertruhe zwar ordnungsgemäß räudige Füchse entsorgt wurden, wie es vorgesehen ist, jedoch die bei der Bergung verwendeten Einmalhandschuhe ebenfalls in der Truhe zurückgelassen wurden. Diese gehörten dort nicht hinein und müssten anschließend von anderen entsorgt werden, da sie offenbar nicht wieder mitgenommen würden.
Der Redner appellierte an mehr Aufmerksamkeit, Sauberkeit und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen. Es gehe nicht um Kritik an Einzelnen, sondern um ein respektvolles Miteinander und um die Selbstverständlichkeit, hinterlassene Materialien eigenständig zu entsorgen.
Der Erste Vorsitzende Heinz Repert konnte diesem Anliegen nur zustimmen. Er unterstrich, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Ordnung Grundpfeiler eines funktionierenden Vereinslebens seien. Gerade im jagdlichen Bereich, wo Hygiene und Sorgfalt eine besondere Rolle spielten, sei ein verantwortungsvolles Verhalten unerlässlich.
Weitere Wortmeldungen lagen nicht vor.

Damit schloss Heinz Repert die diesjährige Jahreshauptversammlung. Er dankte allen Anwesenden für ihr Kommen, für die konstruktiven Beiträge und für das gelebte Engagement innerhalb der Kreisgruppe.
Im Anschluss blieb noch ausreichend Zeit für persönliche Gespräche. In geselliger Runde saßen die Mitglieder an den Tischen im Saal beisammen, tauschten sich aus und ließen den Abend in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklingen – ganz im Sinne einer Gemeinschaft, die Tradition, Verantwortung und Zusammenhalt gleichermaßen lebt.
